Dachsteinrunde - 15.6. - 17.6.2006

Wahnsinn! Gestern war es noch kalt. So kalt wie fast jeden Tag der letzten Wochen. Und geregnet hat es auch genug. Nun sitzen wir bei strahlendem Sonnenschein im Auto und fahren Richtung Dreiländereck Salzburg, Oberösterreich, Steiermark. Für die nächsten drei Tage ist Hochsommerwetter angesagt und unsere Stimmung steigt mit dem Thermometer. Wenig später sitzen wir in Pruggern bei einem kleinen Frühstück zusammen und besprechen die letzten Details. Noch schnell ein paar Fotos, dann surren 18 (!) Räder Richtung Westen um zwei Tage später an der selben Stelle von Osten kommend für die Heimreise verladen zu werden. Dazwischen: die Strecke der offiziellen 'Dachsteinrunde' rund um das Dachsteinmassiv, unbeschreibliche Eindrücke, viel Schweiß aber auch jede Menge Spaß und außer ein paar kleinen Schürfwunden keine Verletzungen.
 

Obwohl wir in drei Gruppen aufgeteilt fahren, trifft man einander doch immer wieder mal zufällig auf der einen oder anderen Almhütte oder verabredet sich zum gemeinsamen Mittagessen, wo dann auch gleich das Erlebte mit den anderen Gruppen ausgetauscht wird. Und das alles inmitten einer Naturkulisse, bei der man meinte, es müsste einem eigentlich die Sprache verschlagen. Seien es die noch reichlich vorhandenen Schneefelder im Dachsteinmassiv, die im hellen Sonnenlicht funkeln, als ob sie mit Millionen Diamanten übersät wären oder der Blick auf die Bischofsmütze vom malerischen Filzmoos aus.
Trotz der nicht gerade kurzen Strecken, die es zurückzulegen gilt, bleibt auch immer wieder Zeit für eine Abkühlung. Eine Gruppe nützt dazu z. B. den wunderschön gelegenen Gosausee während sich eine andere Gruppe schon gegen Ende einer Tagestour mit einem Badeaufenthalt beim Hallstätter See für die erbrachten Leistungen belohnt. Aber auch so manch eiskaltes Gebirgsbacherl weckt neue Lebensgeister, wenn die Oberschenkel so gar nicht mehr die von ihnen abverlangten Leistungen erbringen wollen und jeden Tritt mit einem leichten Brennen quittieren. Am dritten Tag kommt das Nass auch von oben; doch nur für einige Minuten und es wird daher auf einer langen Auffahrt als willkommene Abkühlung gerne angenommen. Am Ende der dritten Tagestour wartet der letzte große Anstieg auf die Bezwingung. Noch schnell ein erfrischendes Bad im Salzastausee und dann hinauf zur Viehbergalm, wo im Wissen, die Tour de facto geschafft zu haben, schon ein bisschen gefeiert wird. Als krönender Abschluss wartet dann noch ein Downhill der Spitzenklasse durch die imposanten 'Öfen' nach Gröbming hinunter auf uns.

 

Dank Anni Nagl, Elfi Klein und Günter Klein, die uns während der gesamten Tour bestens betreuten, befindet sich unser Gepäck bereits am Zielort als wir am Abend dort eintreffen. Beim Abendessen dann die Frage: 'Und, wie hat es Dir gefallen?' Ein breites Grinsen gibt Antwort.

 

Am nächsten Tag erfolgt dann schweren Herzens die Heimreise. Bleiben wird uns die Erinnerung an eine wunderschöne Tour mit traumhaftem Wetter, einer traumhaften Landschaft, traumhaften Trails, einer traumhaften Gemeinschaft aller Teilnehmer und die Freude auf die nächste Tour Ende September, bei der wir vielleicht wieder neue Teilnehmer begrüßen dürfen.

 

Daten und Fakten:
15.6.: von Pruggern nach Annaberg

Stationen: Weißenbach, Lodenwalker, Kulmberg, Dachsteinbahn, Filzmoos, Neuberg, Neuhaus, Loseggalm.
Je nach Gruppe bis zu 85 Kilometer und 2.530 Höhenmeter.


16.6.: von Annaberg nach Bad Goisern

Stationen: Teufelsgraben, Hornspitz, Rußbach, Paß Gschütt, Gosau, Hintertal, Gosausee, Ebenalm, Roßalm, Hallstatt.
Je nach Gruppe bis zu 67 Kilometer und 1.950 Höhenmeter.


17.6.: von Bad Goisern nach Pruggern

Stationen: Ewige Wand, Roßmoosalm, Waldgraben, Altaussee, Unterkainisch, Ödensee, Lärchkogel, Arngraben, Auboden, Gschwend, Salzastausee, Viehbergalm, Öfen, Gröbming.
Je nach Gruppe bis zu 112 Kilometer und 3.110 Höhenmeter.

 

Michael Rubitzko

nächster Bericht >>>   |   zurück   |   <<< voriger Bericht