Drei Bergtage im Zillertal von 06. - 08.08.2010

Geplant war den Höhenweg im Hochgebirge – Naturpark mit seiner herrlichen Bergwelt über einige Tage in den Zillertaler Alpen zu genießen.

Tatsache war, es entwickelte sich durch die unsichere Wetterlage zu einer Alpintour mit einigen Risken die unsere Gruppe mit Sabine V., Elfi S., Othmar K., Franz H. und Walter F., gut meisterte.

Am ersten Tag mit den Bus von Ginzling zum Breitlahner im Zemmgrund, Aufstieg bei leichten Niesel- und Nebelwetter über die Grawand Hütte – Alpenrose Hütte – über den gut ausgebauten Steig zum Berliner Haus mit 2042 Meter.

Das Berghaus selbst immer wieder beeindruckend durch seinen Charakter steht es seit 1997 unter Denkmalschutz und man fühlt sich gut versorgt und geborgen.

Am nächsten Morgen keine Wetterbesserung, Nebel mit 8 Grad, etwas abgewartet, kurze Überlegung um es zu wagen.Um 9 Uhr Aufbruch aufwärts nach Nordost zum Schwarzsee, ab 2500 Meter beginnender Schnee und von nun an war die Wegfindung im tiefen Schnee zeitweise bis 0,5 Meter und im dichten Nebel mühsam. Mit meiner Spurarbeit erreichten wir ca. um 13 Uhr den höchsten Punkt unserer Tour die Mörchenscharte mit 2872 Meter.An der Ostflanke wieder steil bergab, am Fels musste man eingeschneite Stahlseile freilegen und mit eigener Körpersicherung stiegen wir langsam im sulzigen Schnee ab. Leider konnten wir das Bergpanorama wegen Nebel nicht beschauen und konnten sich dadurch mehr auf unsere Schritte am Firnhang konzentrieren. Erreichten später den Keesboden mit 1834 Meter, mussten nochmals 400 Meter Höhenmeter am Gegenhang zur Greizer Hütte 2227 Meter aufsteigen und erreichten nach 7,5 Stunden mit 1200 Meter Aufstieg, 1100 Meter Abstieg müde das heutige Tagesziel.

Beim Nachtmahl kam spontan ein ankommendes deutsches Ehepaar, die wir auf in der Berliner Hütte kennen gelernt hatten zu unseren Tisch und spendeten eine Flasche exzellenten Rotwein um Ihre Dankbarkeit für unsere Wegfindung und Spurarbeit zu zeigen.

Im Zimmerlager angenehm geruht, am nächsten Morgen Sonnenschein, leider etwas zu spät, jetzt konnten wir endlich sehen was in den vorher gehenden Tagen unseren Blicken verwehrt wurde.

Abstieg durch das Floitental, vorbei am Steinböck Haus nach Ginzling und anschließende Heimfahrt.

Das waren nur drei von sieben Bergtagen am Zillertaler Höhenweg, vielleicht gibt es in der Zukunft eine Fortsetzung.

 

gut steig walter